The Zweimission’s Podcast

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COVID-19 Indonesia/Madagaskar

Lockdown sorgt für Hunger. Belastung für die Menschen in Indonesien. 

COVID-19 hat auch die Brüder in Indone- sien erreicht. Laut offizieller Meldungen vom 15. Mai gibt es über 16.000 Men- schen, die mit dem Erreger infiziert sind, verstorben sind derzeit rund 1.050 Er- krankte. Damit ist der Virus nicht so ver- breitet wie in Europa bei einer sehr jungen Bevölkerung, jedoch werden auch nicht so viele Tests durchgeführt. Die indonesische Regierung und die regionalen Behörden haben beschlossen, ähnliche vorbeugende Maßnahmen wie in Europa zu ergreifen. So wurden viele Einschränkungen und Quarantänen verordnet. Der Flugzeugver- kehr wurde eingeschränkt. Es gibt keine Flüge auf die Insel Nias und auch der Fäh- ren-Verkehr wurde eingestellt. So gibt es

auch keine Transporte auf die Insel!
Br. Joseph Sinaga, Kustos in Sumatra/ Sibolga sagt: „Für einen Indonesier, der keinen Kontakt zur Familie hat, ist dies eine große Belastung! Viele der Bewohner der Insel Nias haben ihre Familienangehö- rigen auf Sumatra und sind finanziell von ihnen abhängig.“

Teilen mit den Ärmsten

Br. Joseph und seine Mitbrüder haben beschlossen, den ärmsten Familien zu helfen. „Wir haben nicht viel, aber wir teilen das, was wir haben, mit denen, den es noch schlechter geht.“

Leider können auch keine Messen mit den Gläubigen gefeiert werden. Aber die Brüder gehen zu den Gläubigen, um sie mit dem Notwendigsten zu versorgen. So haben die Brüder vieles organisiert: vom Einkauf der Lebensmittel bis zur Zuberei- tung von Mahlzeiten und der Gratis-Vertei- lung von Lebensmitteln und Essen.

An der Küste können Lebensmittelpakete in Geschäften gekauft werden:
• 5 kg Reis, 1 kg Zucker – kosten ungefähr 5 Euro (Rp 75.000)

• 5kgReis,1lÖlund, 1Packung Milch - kosten ungefähr 7,5 Euro (Rp 100.000)

• 5 kg Reis, 30 Eier, 1 kg Zucker, 1 l Öl, 1 Pkg. Milch – für ca. 10 Euro (Rp 150.000)

• 10 kg Reis, 30 Eier, 1 kg Zucker, 1 l Öl, 1 Pkg. Milch - kostet ungefähr 15 Euro (Rp 200.000)

Im Vergleich dazu das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters: pro Tag 5,8 Euro (Rupia 85.000), monatlich 174,3 Euro (Rupia 2.210.000)

Br. Joseph Sinaga OFMCap, Kustos in Sumatra/Sibolga

Teuerung durch Pandemie. Madagaskar in der Krise durch COVID-19

Antananarivo. Während die Erkrankungen in Madagaskar laut offiziellen Berichten meist weniger schwer verlaufen, trifft die Krise viele Menschen vor allem finanziell. Unmittelbar nach Bekanntgabe des Lock- down wurden Lebensmittelläden gestürmt, Preise stiegen wie etwa beim Grundnah- rungsmittel Reis. Viele Bedürftige haben keine Chance, an staatliche Hilfsgelder zu kommen. Kapuziner versuchen, die Ärmsten durch Aufklärung und basale fi- nanzielle Mittel zu unterstützen.

„Schwere Formen von Covid-19 oder Atem- probleme gibt es bei uns bis heute offiziell keine“, berichtet Provinzial Bruder Adonis Tsiarify Ende April aus Madagaskar. Zwi- schen 20. März und 29. April wurden laut

Bruder Adonis 3065 Tests durchgeführt, 128 waren positiv. 80% der der positiven Fälle traten in der Hauptstadt Antanana- rivo auf. „Das sind offizielle Zahlen – von der Dunkelziffer weiß man nichts!“ Der Staat übernahm alle Behandlungskosten für Coronakranke. Sorgen macht Bruder Adonis sich vor allem über die Entwicklung des Virus im Winter (Mai bis Oktober).

Hamsterkäufe

Auch in Madagaskar wurden Bildungsein- richtungen, Kirchen und auch die Grenzen geschlossen, öffentliche Verkehrsmittel würden nicht mehr verkehren. „Die Men- schen haben keine Wahl!“ erzählt Bruder Adonis. „Wenn sie ihre Familien ernähren wollen, müssen sie trotz Ausgangssperre arbeiten gehen.“ Bereits die Ankündigung des Lockdown rief vielerorts Panik hervor. Geschäfte und Apotheken wurden gestürmt und zahlreiche Lebensmittel, darunter das Grundnahrungsmittel Reis, verteuerten sich innerhalb weniger Tage erheblich!

Sorge um die Ärmsten

Am stärksten betroffen sind durch diese Entwicklungen sozial schwächere Fami- lien. Die Kapuziner haben eine Initiative ins Leben gerufen, in deren Rahmen sie die Menschen besuchen, Aufklärungsarbeit bzgl. Vorsorgemaßnahmen leisten und in

Härtefällen auch mit kleineren Hilfsgeldern aushelfen. Bruder Adonis: „Zwar hat es ein Hilfspaket vom Staat gegeben, doch bei den Ärmsten kommen die Gelder leider oft nicht an. Diese Familien sind von den sechs Wochen Ausgangssperre am stärksten betroffen.“

An der Küste können Lebensmittelpakete in Geschäften gekauft werden:
• 5 kg Reis - 3,66€(15 000 Ar)

• 1 kg Zucker – 0,76(3000 Ar)

• 1Ölund - 2,44€(10 000 Ar)

 

• Seife - 1,22€(5000Ar) x5 pro Familie - 6,1€ (25 000Ar)

Insgesamt kostet es etwa - 12.00€

 

Br. Adonis Tsiarify OFMCap
Provinzial der Kapuzinerprovinz Madagaskar

 

 Spenden für COVID-19 Indonesia/Madagaskar(bitte schreiben Indonesia oder Madagaskar):

Österreich
Kontowortlaut: Missionssekretariat der Kapuziner, Kaiserjägerstr. 6, 6020 Innsbruck, Kontonummer: 664615, BLZ: ​​36000 (Raiffeisen-Landesbank Tirol)
IBAN: AT16 3600 0000 0066 4615
BIC: RZTIAT22
 
Italien
Gegenportlet: Kapuziner-Mission, Wolkensteingasse 1, 39100 Bozen, BLZ: ​​Raiffeisenkasse Bozen (Obstmarkt)
IBAN: IT43 Y08081 11610 000306001530
BIC: RZSBIT21B03

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